Seit 2017
Die Führungsrolle bei den erneuerbaren Energien als Schlüssel für Energiesicherheit und die Dekarbonisierung der Industrie
- Die Entwicklung von Wasserstoff reift von der Strategie zum Marktaufbau: Plattformen wie H2Global und H2LATAM verknüpfen den politischen Dialog mit privatwirtschaftlichem Engagement und regionaler Koordination.
- Die Zusammenarbeit bei der Dekarbonisierung der Industrie führte zu konkretem technischem Austausch.
- Die Konzeption politischer Maßnahmen zur Förderung kohlenstoffarmer industrieller Technologien wurde durch fachliche Beiträge zu der Gesetzesfolgenabschätzung (GFA) für Brasiliens nationales Programm für die rationelle Nutzung von Erdöl- und Erdgasderivaten (CONPET) unterstützt.
- Die Standards für die Energieeffizienz von Gebäuden wurden gestärkt. Die Aktualisierungen werden voraussichtlich langfristige Stromeinsparungen nach sich ziehen und Möglichkeiten für die Automatisierung und digitale Lösungen eröffnen.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Im Jahr 2025 festigte Brasilien seine Position als strategischer Energiepartner Deutschlands, indem es seine Führungsrolle bei den erneuerbaren Energien – diese machen 88,2 Prozent seines Strommixes aus – ausbaute und als Vorsitz der BRICS-Gruppe, G20-Vorsitz und Gastgeber der COP30 seinen globalen Einfluss erweiterte. Brasilien spielte eine maßgebliche Rolle bei internationalen Energie- und Klimainitiativen, darunter auch beim Startschuss für die Global Coalition for Energy Planning. Zugleich eröffneten die Fortschritte beim Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur neue Möglichkeiten für die Ausweitung des Handels mit kohlenstoffarmen Produkten und sauberen Technologien und verbesserten damit die Aussichten für nachhaltige Wirtschaftspartnerschaften.
Wasserstoff als Instrument der Energiesicherheit
Um Brasiliens Entwicklung als Erzeuger, Nutzer und Exporteur von Wasserstoff zu unterstützen, trieb die Energiepartnerschaft (EP) die Marktentwicklung im Rahmen zentraler Plattformen voran. Bei der H2Global-Roadshow in São Paulo kamen mehr als 200 Erzeuger und Abnehmer aus der gesamten Branche zusammen. Indessen fand beim H2LATAM Summit in Fortaleza, der von H2Uppp organisiert wurde, das erste regionale Rundtischgespräch auf Regierungsebene statt. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung, an der Brasilien, Kolumbien, Uruguay, Chile und Deutschland teilnahmen, lag auf der Harmonisierung der Vorschriften sowie auf den Themen Zertifizierung und Infrastruktur. Darüber hinaus arbeitete der Lokale Wirtschaftsrat mit deutschen Unternehmen zusammen, um Investitionsmöglichkeiten zu ermitteln und das Potenzial für resiliente Lieferketten zu eruieren.
Partner für eine kohlenstoffarme Industrie
Um die Dekarbonisierung der brasilianischen Industrie und die Klimaziele des Landes voranzutreiben, setzte die Energiepartnerschaft auf eine Kombination aus politischem Dialog und technischem Fachwissen. Beim Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) stellte Brasilien sein Modell der Energieeffizienz-Netzwerke vor und erläuterte, wie Zusammenarbeit zu Kosteneinsparungen in der Industrie beitragen und die operative Effizienz und Sicherheit verbessern kann. Darüber hinaus steuerte die Energiepartnerschaft fachliche Erkenntnisse zu der Gesetzesfolgenabschätzung (GFA) für Brasiliens nationales Programm für die rationelle Nutzung von Erdöl- und Erdgasderivaten (CONPET) bei und wirkte damit an der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen für die Beschleunigung der Einführung kohlenstoffarmer Technologien in der Industrie mit.
Die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern
Die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden ist für die Verbesserung der Energiesicherheit und die Senkung des systemweiten Energiebedarfs sowie der Energiekosten unverzichtbar. Die Energiepartnerschaft erarbeitete technische Studien und eine regulatorische Analyse, die für die Modernisierung der nationalen Energieeffizienzstandards und die Einführung neuer Mindestanforderungen herangezogen wurden, die ab 2027 gelten werden. Dank dieser Aktualisierungen werden bis 2040 voraussichtlich etwa 17 Millionen Megawattstunden eingespart. Damit wird der Bedarf an neuer Stromerzeugung gesenkt, während die Nachfrage nach modernen Lösungen für die Gebäudeautomation, die intelligente Verbrauchsmessung und das digitale Energiemanagement steigt.
Auf einen Blick
1. Was haben die Partnerschaftsaktivitäten konkret bewirkt?
Zu den konkretesten Ergebnissen zählten Plattformen für den Aufbau des Wasserstoffmarktes, fachliche Beiträge zu den regulatorischen Rahmen für kohlenstoffarme Technologien und institutionelle Unterstützung bei der Einführung von Energieeffizienzstandards.
2. Welche Themenbereiche waren besonders relevant?
Energiesicherheit, Dekarbonisierung der Industrie, Entwicklung des Wasserstoffmarktes und Energieeffizienz.
3. Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung der Aktivitäten und wie wurden sie gelöst?
Die Energiepartnerschaft koordinierte zahlreiche Stakeholder aus unterschiedlichen Institutionen und Sektoren, vollzog den Übergang von dem auf hoher Ebene geführten Dialog zu marktrelevanten Ergebnissen und stimmte die Zeitpläne und Abläufe für die unterschiedlichen politischen Agenden aufeinander ab.
4. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
Die Energiepartnerschaft förderte die Energiesicherheit und die Marktreife durch ihre Mitwirkung an der H2Global Roadshow (São Paulo), bei der mehr als 200 Erzeuger und Abnehmer zusammenkamen, und am H2LATAM Summit (Fortaleza), der das erste regionale Rundtischgespräch zur Annäherung bei der Zertifizierung und Infrastrukturplanung ermöglichte. Darüber hinaus förderte die Energiepartnerschaft die Dekarbonisierung der Industrie durch ihre Mitwirkung am Berlin Energy Transition Dialogue (BETD), einen technischen Besuch bei Siemens Energie sowie fachliche Beiträge zu der Gesetzesfolgenabschätzung für Brasiliens nationales Programm für die rationelle Nutzung von Erdöl- und Erdgasderivaten, um die politischen Rahmenbedingungen für kohlenstoffarme Technologien zu stärken. Darüber hinaus stärkte die Energiepartnerschaft die Effizienz als Enabler, indem sie Beiträge zur Abfassung der zugrundeliegenden technischen Studien und zu der Gesetzesfolgenabschätzung leistete, auf deren Grundlage Brasiliens Energieeffizienzstandards für Gebäude erarbeitet wurden. Diese werden ab 2027 gelten und voraussichtlich zum einen bis 2040 die Einsparung von rund 17 Millionen Megawattstunden ermöglichen und zum anderen für eine anhaltende Nachfrage nach Lösungen für die Gebäudeautomation und das digitale Energiemanagement sorgen.