Über die Energiepartnerschaften

Bilaterale Energiepartnerschaften und Energiedialoge

Drei Ziele zur Förderung der Energiewende

Energiesicherheit

Energiesicherheit ist globale Teamarbeit

Energiepartnerschaften haben das Ziel, die Energiesicherheit durch weniger Abhängigkeiten und mehr Diversifizierung zu verbessern. Sie fördern die internationale Zusammenarbeit für den Aufbau resilienter Lieferketten und die Dekarbonisierung der Energie- und Wirtschaftssysteme. So kann die Lieferung dekarbonisierter Energieträger und strategischer Produkte künftig sichergestellt werden. Indem sie weltweit Technologien für erneuerbare Energien, Wasserstoff und Energieeffizienz fördern, gestalten sie eine stabilere und nachhaltigere Energiezukunft mit.

Dekarbonisierung

Erneuerbare Energie ist das Fundament unserer gemeinsamen Zukunft

Energiepartnerschaften tragen weltweit zum Klimaschutz bei, indem sie die Umsetzung geeigneter Maß nahmen in den Partnerländern unterstützen. Der Ausbau erneuerbarer Energien und bessere Energieeffizienz sind dabei unerlässlich. Die Partnerschaften bieten politische Beratung und fördern den Dialog zwischen Wirtschaft und Staat sowie die industrielle Zusammenarbeit. Durch die Förderung des Handels mit dekarbonisierten Energiequellen und Produkten zwischen Deutschland und den Partnerländern tragen sie zur bis 2045 angestrebten Klimaneutralität Deutschlands bei.

Außenhandelsförderung

Klimafreundliche Innovation schafft nachhaltiges Wachstum

Privatinvestitionen sind unverzichtbar, um Energiesysteme zu transformieren und die Industrie zu dekarbonisieren. Energiepartnerschaften vermitteln zwischen Privatwirtschaft und Regierungen, um Investitionshürden abzubauen und den Handel zu fördern. Dies geschieht durch den bilateralen Austausch auf Regierungsebene, der Privatinvestitionen durch politische Maßnahmen unterstützt. Zudem werden Investitionshürden für Unternehmen in Deutschland und vor Ort etwa durch lokale Wirtschaftsräte eruiert und auf politischer Ebene angegangen.

Energiepartnerschaften setzen auf unterschiedliche Kooperationsformate

Das Ziel der Energiepartnerschaften (EPs) ist es, eine erfolgreiche globale Energiewende mitzugestalten, die Versorgungssicherheit, die Dekarbonisierung der Industrie sowie die Förderung des Außenhandels mit wirksamem Klimaschutz verbindet.

Chancen, Herausforderungen und Strategien werden über zahlreiche Kanäle und Plattformen erörtert, etwa im Rahmen regelmäßiger Steuerungsgruppensitzungen, Workshops, bilateraler Gespräche, Delegationsreisen und virtueller Formate.

Energiedialoge

Länder, die privatwirtschaftliche Aktivitäten fördern und die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft stärken wollen, entscheiden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine Zusammenarbeit in Form eines Energiedialogs. Ein Energiedialog ist die Vorstufe zu einer Energiepartnerschaft. Wie bei einer Partnerschaft werden bei einem Energiedialog konkrete Themen und ein Arbeitsplan festgelegt. Ein zentraler Punkt ist die Organisation eines Energy Day, der den Austausch über die vereinbarten Themen fördert und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren stärkt.

Energiepartnerschaften

Energiepartnerschaften sind institutionalisierte Kooperationsvereinbarungen auf der Grundlage einer zwischen Deutschland und einem seiner Partnerländer geschlossenen gemeinsamen Absichtserklärung. Die meisten Energiepartnerschaften werden von einem Sekretariat unterstützt, einem speziellen Team im Partnerland, das die Umsetzung der Partnerschaft fördert. Um die strategische Ausrichtung der Partnerschaft festzulegen, kommt einmal im Jahr ein hochrangiger Steuerungsausschuss zusammen. Parallel dazu gewährleisten technische Arbeitsgruppen und Taskforces ab Kooperationsbeginn einen kontinuierlichen, vertrauensvollen Dialog zwischen den Partnern. Den Vorsitz bei diesen Arbeitsgruppen und Taskforces, die als Plattformen für den Austausch über konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung dienen, führen in der Regel Vertreter und Vertreterinnen von Ministerien. Durch einen jährlichen Energy Day im Partnerland und die hochrangige Beteiligung an wichtigen Konferenzen, wie vor allem dem Berlin Energy Transition Dialogue (BETD), fördern diese Arbeitsgruppen den Austausch zwischen den Schlüsselakteuren. Zudem werden regelmäßig Foren für den Aus tausch mit dem privaten Sektor organisiert, wie lokale Business Councils und Dialoge mit entsprechenden Akteuren, wie den deutschen Außenhandelskammern (AHK). Diese Aktivitäten stärken die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft und tragen zu einer erfolgreichen Umsetzung der Energiepartnerschaften bei.

Wasserstoffpartnerschaften

Deutschland arbeitet mit einer wachsenden Zahl von Ländern zusammen, um den Ausbau des grünen Wasserstoffs zu beschleunigen. Während Wasserstoff auch fester Bestandteil vieler bestehender Energiepartnerschaften ist, geht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie spezifische Wasserstoffpartnerschaften mit strategischen Export- und Importländern ein.

Alle Kooperationsformate werden formell in einer gemeinsamen Absichtserklärung (Joint Declaration of Intent, JDoI) vereinbart.