Seit 2013
Batterien für Elektrofahrzeuge, Power-to-X-Produkte und Netzinfrastruktur: Schlüsseltechnologien gemeinsam vorantreiben
- Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Südafrika lag auf drei strategischen Energietechnologien, für die die Partnerschaft die Resilienz der Lieferkette, den Handel und Innovationen mit konkreten Maßnahmen unterstützt.
- Raffinierte Metalle und Batterie-Vorläufermaterial aus Südafrika können die kritischen Abhängigkeiten Deutschlands in der Automobil- und Batterieindustrie verringern.
- Die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Wasserstoff und Power-to-X setzt den politischen Dialog in investitionsfähige Projekte industriellen Maßstabs um.
- Südafrika treibt eines der weltweit größten Programme für den Ausbau der Übertragungsnetze voran und schafft damit erhebliche Investitionsmöglichkeiten für deutsche Netzbetreiber und Infrastrukturanbieter.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Die Deutsch-Südafrikanische Energiepartnerschaft konzentrierte sich auf drei maßgebliche Energietechnologien:
Die deutsche Automobilindustrie erkennt zunehmend Möglichkeiten für die Stärkung der Resilienz der Lieferkette für Batterien durch die Zusammenarbeit mit südafrikanischen Partnern. Mittlerweile werden große Power-to-X-Projekte (PtX-Projekte) in Südafrika mit Technologie, Finanzmitteln und Abnehmern aus Deutschland vorangetrieben. Darüber hinaus brachte Südafrika einen der weltweit größten Pläne für den Ausbau der Übertragungsnetze auf den Weg und schuf damit ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im Bereich Netzinfrastruktur und ‑technologie.
Die Resilienz der Lieferkette für Batterien für Elektrofahrzeuge stärken
Im Jahr 2025 ermöglichte die Energiepartnerschaft Kontakte zwischen Südafrikas Handelsministerium, der staatlichen Industriebank Südafrikas, deutschen Branchenvertreterinnen und ‑vertretern, Erstausrüstern (Original Equipment Manufacturers, OEM) und Forschungseinrichtungen. Im März 2025 bildete eine erste Delegationsreise, die in Zusammenarbeit mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und dem Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien (KLiB) organisiert wurde, den Auftakt zu Gesprächen über Südafrikas Potenzial für die Lieferung von raffinierten Metallen und Vorprodukten – wie etwa Kathoden, Anoden und Elektrolyten – an deutsche Batteriehersteller. Dieser erste Austausch hat sich seitdem zu konkreten Gesprächen über Partnerschaften und Abnahme entwickelt.
Fortschritte im Bereich PtX
Die Energiepartnerschaft treibt die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff seit 2017 voran und erreichte 2023 die Einrichtung einer Taskforce Wasserstoff. Im Jahr 2025 reiste eine Delegation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nach Südafrika zu Gesprächen mit politischen Entscheidungsträger*innen, Finanziers und Entwicklern. Der Besuch machte deutlich, dass mehrere große Projekte die Phase der vertieften fachlichen Vorbereitung erreicht haben und demnächst abschließende Investitionsentscheidungen getroffen werden. Zudem zeigte er, dass Potenzial für weitere Projekte besteht, beispielsweise für saubere Flugkraftstoffe und grünes Eisen. Die Durchführung dieser Projekte setzt jedoch investitionsfähige politische Rahmenbedingungen voraus.
Netzausbau und Innovation
Südafrika plant, bis 2035 mithilfe von innovativen öffentlich-privaten Partnerschaften und Finanzierungsmodellen 14.000 Kilometer Übertragungsleitungen zu bauen. Die Energiepartnerschaft erarbeitete in Zusammenarbeit mit südafrikanischen Stakeholdern Studien zu den Themen Finanzierung und digitale Innovation und leistete damit frühzeitig einen Beitrag zur Politikgestaltung. Darüber hinaus erleichterte sie den direkten Austausch zwischen südafrikanischen politischen Entscheidungsträger*innen sowie deutschen Netzbetreibern und Infrastrukturanbietern.
Auf einen Blick
1. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
Die Partnerschaft förderte Energiesicherheit und Dekarbonisierung durch resiliente Lieferketten für in Bezug auf die Energiewende relevante Metalle, Vorläufermaterial für Batterien und Power-to-X-Produkte.
Sie trug zur Außenwirtschaftsförderung bei, indem sie Kontakte zwischen deutschen Netzinfrastrukturanbietern und ‑betreibern einerseits und Partnern aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor Südafrikas andererseits herstellte und so eine Zusammenarbeit im Hinblick auf den südafrikanischen Plan für den Ausbau der Übertragungsnetze ermöglichte.