Seit 2021
Unternehmen, Expert*innen und Entscheidungsträger*innen zusammenbringen
- Die Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und deutschen Expert*innen in den Bereichen Wasserstoff und CO2-Management wurde gestärkt.
- Die Zusammenarbeit von Unternehmen wurde durch das International Partnering Forum (IPF) 2025, die Aktivitäten der B2B-Taskforce Wasserstoff und Handelsmissionen ausgebaut.
- Der Dialog wurde um neue Themen und Partner erweitert.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Main Text Die Zusammenarbeit unter neuen Umständen gestalten
Im Jahr 2025 übernahm sowohl in den USA als auch in Deutschland eine neue Regierung die Amtsgeschäfte. Zwar blieben viele Energiethemen für den weiteren Austausch relevant, jedoch spielen in der Energiepolitik beider Länder neue Prioritäten eine Rolle. Infolgedessen erweiterte die Partnerschaft ihren Dialog um neue Themen und Partner.
Unternehmen zusammenbringen
Eine maßgebliche Priorität der deutsch-amerikanischen Energiezusammenarbeit war die Herstellung direkter Kontakte zwischen Marktakteuren. Dank dieser Bemühungen verbesserten deutsche Unternehmen beim International Partnering Forum (IPF) 2025 ihre Sichtbarkeit auf dem amerikanischen Markt für Offshore-Windenergie und erweiterten ihre Kontakte und Netzwerke.
Die B2B-Taskforce Wasserstoff organisierte mehrere Treffen und Webinare. Besondere Beachtung erlangte ihre Arbeit im Zuge einer Energie-Geschäftsreise der deutschen Exportinitiative Energie, die dazu beitrug, den Marktzugang zu erweitern. Darüber hinaus fanden 2025 zwei Delegationsbesuche und Handelsmissionen aus den USA nach Deutschland statt, die im Wesentlichen darauf abzielten, auf beiden Seiten des Atlantiks neue Geschäftskontakte zu knüpfen.
Den fachlichen Austausch erleichtern
Wichtige Veranstaltungen wie die CERAWeek und der Global Hydrogen Roundtable vertieften den fachlichen und regulatorischen Dialog über die Produktion und Zertifizierung von Wasserstoff sowie neue Möglichkeiten für den Export von Wasserstoff nach Deutschland. Alle diese Themen wurden im weiteren Verlauf des Jahres beim CA Global H2 Energy Transition Summit in Sacramento, der gemeinsam mit Deutschland ausgerichtet wurde, weiter verfolgt. Ein Informationsbesuch aus Deutschland in den USA zum Thema CO2‑Abscheidung und ‑Nutzung bzw. ‑Speicherung (Carbon Capture, Utilisation and Storage, CCU/S) bot wertvolle Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Kohlendioxid-Speicherungsgesetz, das kurz zuvor in Kraft getreten war. Partner in Illinois und Kalifornien erörterten die regulatorische, wirtschaftliche und öffentliche Akzeptanz. Diese Faktoren sind für Deutschlands CCU/S-Planung relevant.
Auf einen Blick
1. Was haben die Partnerschaftsaktivitäten konkret bewirkt?
- Praktische Erkenntnisse über CCU/S aus Illinois und Kalifornien zu den Themen CO2-Abscheidung und ‑Speicherung, CO2-Regulierung und Einbeziehung der Bevölkerung.
- Erweiterung der Zusammenarbeit beim International Partnering Forum (IPF) 2025, beim CA Global H2 Summit und im Rahmen der Aktivitäten der B2B-Taskforce Wasserstoff.
2. Welche Themenbereiche waren besonders relevant?
Im Einklang mit den Prioritäten der neuen Administration waren die Steigerung der Exploration von Energieträgern und der Hochlauf der Energieausfuhren im Jahr 2025 für die USA von oberster Priorität.
Rechenzentren erlebten 2025 in den USA ein beispielloses Wachstum – dies zog einen steigenden Strombedarf und eine Zunahme der regulatorischen Herausforderungen nach sich.
Aufgrund des Speicherausbaus und der damit verbundenen Debatte über die Netzstabilität und die Integration erneuerbarer Energien gewannen Energiespeicherung und Systemflexibilität in den USA landesweit an Bedeutung.
CCU/S stellte in der Partnerschaft weiterhin eine Priorität dar, da Deutschland skalierbare industrielle Lösungen braucht.
In Schlüsselregionen lag weiterhin großes Augenmerk auf Wasserstofflieferketten und Ökosystemen, da sauberer Wasserstoff für die Ausfuhren von besonderer Bedeutung ist.
3. Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung der Aktivitäten und wie wurden sie gelöst?
- Die regulatorische Unsicherheit stellte eine bereichsübergreifende Herausforderung dar: unklare Regelungen der USA über die Steuergutschrift für Wasserstoff (Abschnitt 45V des Gesetzes zur Verringerung der Inflation (Inflation Reduction Act)), Verlagerung von Bundesanreizen, Änderungen bei CCU/S-Genehmigungen (Class VI) und unterschiedliche Rahmenbedingungen in einzelnen Bundesstaaten (einschließlich der in Illinois und Kalifornien geltenden Baustopps für Pipelines). Aufgrund dieser Problematik waren kontinuierlich Expertenbriefings und ein direkter Dialog mit Agenturen und Entwicklern erforderlich.
- Die unterschiedlichen Markt- und Zertifizierungssysteme der EU und der USA sorgten für komplexe Rahmenbedingungen, insbesondere für Wasserstoff (Ursprungsregeln, Emissionsbilanzierung) und CCU/S (Haftungsregelung, Anforderungen an die CO2-Reinheit). Diese Themen wurden im Rahmen des Global Hydrogen Roundtable sowie bei Treffen mit Regulierungsbehörden, Thinktanks und staatlichen Stellen in eingehenden Fachgesprächen erörtert.
4. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
Ein Jahr, in dem aus Ideen echte Chancen wurden
Im Jahr 2025 zeigte sich die Wirkung der Partnerschaft vor allem darin, wie sich die Aktivitäten in den USA zunehmend gegenseitig verstärkten. Bei der CERAWeek in Houston beschäftigten sich die deutschen Delegierten mit den neuen Exportrouten für Wasserstoff und Ammoniak und führten direkte Gespräche mit Entwicklern in den USA. Damit schufen sie spürbare Impulse für künftige Einfuhren sauberer Energie.
Beim CA Global H2 Energy Transition Summit kamen deutsche und kalifornische Entscheidungsträger*innen in einem hochrangigen Rahmen zusammen, in dem gemeinsame Prioritäten – von Wasserstoff und Speicherlösungen über den Netzausbau und die emissionsfreie Mobilität bis hin zu den Themen CO2-Management und Agri-Photovoltaik – als Bereiche einer vertieften Zusammenarbeit festgelegt wurden.
Bei ihrer Reise nach Illinois und Kalifornien gewann die CCU/S-Delegation aus erster Hand Erkenntnisse darüber, wie die CO2-Abscheidung und ‑Speicherung, die CO2-Regulierung und die Einbeziehung der Bevölkerung in unterschiedlichen Bundesstaaten bereits in großem Maßstab umgesetzt werden.
Insgesamt machten diese Aktivitäten deutlich, was die Partnerschaft in Bezug auf ihre übergeordneten Ziele erreicht hat: Sie stärkte die Energiesicherheit durch die Diversifizierung der Wasserstoffversorgung, trieb die Dekarbonisierung durch praktische Erkenntnisse über CCU/S und erneuerbare Energien voran und förderte die Außenwirtschaft, indem sie deutschen Unternehmen konkrete Optionen in den amerikanischen Märkten für saubere Energie aufzeigte.
5. Welche Aktivitäten sind für 2026 geplant?
- Starke Präsenz bei der CERAWeek 2026 in Houston.
- Empfang einer Delegation aus Minnesota.
- Fachlicher Austausch über unterschiedliche Themen.