Seit 2022
Der hochrangige Dialog stellt die Weichen für die Ausweitung der Zusammenarbeit
- Ministerin Katherina Reiche und Minister Al Kaabi betonten das große Potenzial für die Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Flüssigerdgas. Zugleich eröffnet der von Katar geplante Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energien um 200 Megawatt weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Main Text Die Energiepartnerschaft befasst sich mit unterschiedlichen Themen
Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 fördert die Energiepartnerschaft den Dialog über zentrale Themen der Energiewende und bringt Regierungs- und Wirtschaftsvertreter*innen an einen Tisch. Auch im Jahr 2025 diente die Deutsch-Katarische Energiepartnerschaft als praktische Plattform für die bilaterale Zusammenarbeit und den Wissensaustausch.
In den vergangenen Jahren beschäftigte sich die Partnerschaft mit einem breiten Spektrum von Themen, darunter mit nachhaltigen Flugkraftstoffen, dem CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) der Europäischen Union und einer Reihe von Technologien für die Energiewende. In diese Bemühungen wurden konsequent privatwirtschaftliche Akteur*innen einbezogen – von Lösungsanbietern bis hin zu industriellen Abnehmern – um sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit in konkrete, durchführbare Projekte umgesetzt wird.
Der Austausch auf Regierungsebene macht deutlich, dass weiteres Potenzial für die Zusammenarbeit besteht
Die diesjährige Zusammenarbeit wurde durch unmittelbare Kontakte auf Regierungsebene verstärkt. Auf Arbeitsebene trug ein Besuch zu Jahresbeginn 2025 dazu bei, die Prioritäten abzustimmen und die Grundlage für eine gezielte Weiterverfolgung mit katarischen Einrichtungen zu schaffen. Im November 2025 betonte Ministerin Katherina Reiche bei ihrem Besuch in Doha gemeinsam mit Minister Al Kaabi das Potenzial für eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Flüssigerdgas. Diese Bestrebungen wurden später von Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch im Januar 2026 bekräftigt.
Ausblick für 2026
Künftig wird die Partnerschaft ihren thematischen Schwerpunkt ausweiten. Katar beabsichtigt, die dezentralen erneuerbaren Energien um 200 Megawatt auszubauen, und schafft damit neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit bei der Systemintegration und die Einbindung der Verbraucherseite.
Auf einen Blick
1. Was haben die Partnerschaftsaktivitäten konkret bewirkt?
Ministerin Katherina Reiche reiste nach Katar und unterstrich das Potenzial für die Vertiefung der Zusammenarbeit im Energiesektor, darunter auch im Bereich Flüssigerdgas.
2. Welche Themenbereiche waren besonders relevant?
Die Einbindung der Stakeholder und die Diversifizierung waren für die Energiepartnerschaft unverzichtbar, um neue Bereiche der Zusammenarbeit zu erschließen, die 2026 in Angriff genommen werden sollen. Hierzu zählen beispielsweise die Systemintegration und die Energieeffizienz.
3. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
- Im Rahmen ihrer Aktivitäten in Bezug auf die Themen des Regierungsdialogs, wie beispielsweise Flüssigerdgas und das CO2-Grenzausgleichssystem, hat die Energiepartnerschaft in den vergangenen Jahren eine Plattform für die Kommunikation zwischen Ministerien eingerichtet, die 2025 für den Austausch auf Regierungsebene über die Themen Energiesicherheit und Dekarbonisierung ausgebaut werden konnte.
- Die Außenwirtschaftsförderung stellte in den letzten Jahren eine Priorität dar. Unterstützt wurde sie durch Präsentationen deutscher Technologieanbieter bei katarischen Stakeholdern.
4. Welche Aktivitäten sind für 2026 geplant?
Die Energiepartnerschaft plant die Durchführung von Webinaren zu Batteriespeichersystemen, die sich sowohl mit Aspekten der Systemintegration als auch mit Innovationen befassen. Weitere Webinare zu anderen Themen im Zusammenhang mit der Energiewende werden gegenwärtig erörtert.