Seit 2019
Die Zusammenarbeit im Bereich sauberer Wasserstoff mit Saudi-Arabien vorantreiben
- Der Yanbu Green Hydrogen Hub und das Projekt NEOM haben sich als globale Vorreiter für die Ausfuhr von grünem Wasserstoff nach Europa etabliert.
- Die Saudi Vision 2030 und die ehrgeizigen Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien und sauberen Wasserstoff bieten deutschen Unternehmen ein erhebliches Potenzial, im saudischen Markt als Technologieanbieter, unter anderem für Wasserstoff, erneuerbare Energien und Batterien, Fuß zu fassen.
- Der Besuch Ihrer Exzellenz, Ministerin Katherina Reiche, in Riad und Djidda sowie die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Vertiefung der Energiezusammenarbeit stärkten die bilateralen Beziehungen und den Energiedialog.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Main Text Wasserstoff hat hohe Priorität
Auch im Jahr 2025 stand Wasserstoff im Mittelpunkt der bilateralen Energiezusammenarbeit und der Aktivitäten des Energiedialogs.
Neben dem Projekt NEOM etablierte sich der Yanbu Green Hydrogen Hub als eines der führenden Projekte für grünen Wasserstoff in Saudi-Arabien und soll ab 2030 jährlich 400.000 Tonnen sauberen Wasserstoff produzieren.
Im Jahr 2025 unterzeichneten deutsche Unternehmen wie EnBW, SEFE, Linde und Siemens Energy Memoranda of Understanding (MoU) und Joint Development Agreements (JDA) mit ACWA Power über den Yanbu Green Hydrogen Hub.
Das ganze Jahr über unterstützte der Energiedialog aktiv den Austausch auf Regierungsebene und Business-to-Government-Dialoge. So wurde beispielsweise im September 2025 ein Seminar über die Zertifizierung von Wasserstofftankstellen mit dem saudischen Energieministerium organisiert. Darüber hinaus fand im Januar 2026 in Riad ein hochrangiges Business-to-Government Rundtischgespräch mit Führungskräften zum Thema Energie statt.
Zusammenarbeit im Energiesektor und regionale Initiativen
Im Einklang mit den ehrgeizigen Zielen Saudi-Arabiens für den Ausbau erneuerbarer Energien befasste sich der Energiedialog neben Wasserstoff auch mit der Zusammenarbeit im Energiesektor. Im Rahmen der Vision 2030 ist geplant, sauberen Strom zu exportieren und die Batteriespeicherung auszubauen, um neue Marktchancen zu schaffen. Der Dialog bot einen Rahmen, um Geschäftsopportunitäten für deutsche Unternehmen zu eruieren und zugleich über Perspektiven des Strom- und Wasserstoffhandels auf regionaler Ebene zu sprechen, darunter auch über den Wirtschaftskorridor Indien-Nahost-Europa (India-Middle-East-Europe Economic Corridor, IMEC).
Besuch auf Ministerialebene und neues Memorandum of Understanding
Die starke politische Unterstützung für den Energiedialog wurde mit dem Besuch von Bundesministerin Katherina Reiche in Riad und Djidda im Januar 2026 bekräftigt. Im Rahmen dieses Besuchs wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um die bilaterale Energiezusammenarbeit zu vertiefen und neue Bereiche der Zusammenarbeit – wie beispielsweise die Dekarbonisierung der Industrie und das CO2-Management – zu erschließen.
Auf einen Blick
1. Was haben die Partnerschaftsaktivitäten konkret bewirkt?
- Die Unterzeichnung von vier Memoranda of Unterstanding und einem Joint Development Agreement für den Yanbu Green Hydrogen Hub sorgte dafür, dass die deutsche Privatwirtschaft weiterhin dabei unterstützt wird, sich an Wasserstoffprojekten in Saudi-Arabien zu beteiligen.
- Es wurden politische Impulse für die Förderung und Diversifizierung der bilateralen Energiezusammenarbeit gegeben.
2. Welche Themenbereiche waren besonders relevant?
- Wasserstoffhandel
- Wasserstoffzertifizierung
- Grenzübergreifende Infrastruktur und grenzübergreifender Stromhandel
3. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
- Die Unterstützung konkreter Projekte entlang der Wertschöpfungskette für Wasserstoff trägt zur Beschleunigung der Markteinführung, zur Energiesicherheit und zur Dekarbonisierung in Deutschland bei.
- Der Eintritt deutscher Technologieanbieter in die neuen Energiemärkte in Saudi-Arabien wird unterstützt.
- Der Dialog erhöhte die Energiesicherheit durch Rundtischgespräche mit maßgeblichen Akteur*innen des Golf-Kooperationsrates (Gulf Cooperation Council, GCC), bei denen Visionen für ein Verbundnetz der Europäischen Union und der MENA-Region erörtert wurden, und durch die Unterstützung des Wirtschaftskorridors Indien-Nahost-Europa.
4. Welche Aktivitäten sind für 2026 geplant?
Im Jahr 2026 wird der Energiedialog den Hochlauf des Wasserstoffhandels zwischen Saudi-Arabien und Deutschland durch Formate für den Austausch zwischen den Stakeholdern weiterhin unterstützen. Darüber hinaus wird den Fortschritten in Bezug auf die Energiesäule des Wirtschaftskorridors Indien-Nahost-Europa hohe Priorität eingeräumt. Schließlich plant der Energiedialog, Webinare für den Wissensaustausch durchzuführen, um Kontakte zwischen Technologieanbietern im Bereich Batteriespeichersysteme herzustellen.