Seit 2017
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Deutschland vertiefen ihre Zusammenarbeit bei Innovationen und neuen Technologien
- Die Deutsch-Emiratische Energiepartnerschaft stärkte die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation, Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und regionale Energieinfrastruktur.
- Der Besuch Ihrer Exzellenz, Ministerin Katherina Reiche, unterstrich die Bedeutung der Partnerschaft mit den VAE und hob gemeinsame Prioritäten wie eine zuverlässige Energieversorgung, technologische Innovationen und Wirtschaftswachstum hervor.
- Die neue Zusammenarbeit im Bereich KI als Querschnittsthema entstand daraus, dass sich die VAE in diesem Bereich als künftige Vorreiter positionierten.
- Mit der Startup Tech Tour nach Dubai unterstützte die Partnerschaft junge Unternehmen in Deutschland und den VAE bei der Stärkung von Innovation und unternehmerischer Initiative.
- Da die VAE ein maßgeblicher Partner für die Energievernetzung und die Energiesicherheit in der Region sind, führte die Partnerschaft den Austausch über regionale Energieverbundnetze fort.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Angesichts der neuen Entwicklungen und strategischen Prioritäten vertiefte die Deutsch-Emiratische Energiepartnerschaft ihre enge Zusammenarbeit in zentralen Bereichen, die für Energiesicherheit, Resilienz und nachhaltiges Wachstum von entscheidender Bedeutung sind. Der Schwerpunkt liegt auf der regionalen Energieinfrastruktur, technologischer Innovation und künstlicher Intelligenz (KI).
Gemeinsame Herausforderungen im Energiebereich zusammen angehen
Die Partnerschaft diente als wichtige Plattform, um kritische Herausforderungen im Energiebereich durch Wissensaustausch und Technologietransfer anzugehen. Die Bedeutung dieser Funktion wurde unterstrichen durch den hochrangigen Besuch Ihrer Exzellenz, Ministerin Katherina Reiche, in den VAE.
Beim Deutsch-Emiratischen Energieforum vertieften mehr als 160 Regierungs- und Wirtschaftsvertreter*innen ihre Zusammenarbeit bei der Steuerung des rasant steigenden Energiebedarfs von Rechenzentren und beim Ausbau der Energieinfrastruktur zur Unterstützung der Energiewende. Darüber hinaus beschäftigte sich die Partnerschaft mit der Frage, wie KI die Energiewende beschleunigen könnte, und legte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Rechenzentren als maßgeblichen Hebel der Dekarbonisierung.
Innovation und unternehmerische Initiative stärken
Innovation stand auch im Fokus der deutsch-emiratischen Startup Tech Tour nach Dubai, die Kontakte zwischen deutschen und emiratischen Cleantech-Start‑ups sowie Investoren, Gründerzentren und Fonds der VAE herstellte. Im Rahmen der Tour hatten die Start‑ups Gelegenheit, ihre Lösungen 70 Teilnehmenden aus dem Innovationsökosystem der VAE vorzustellen und sich mit maßgeblichen Stakeholdern auszutauschen. Damit wurde der Grundstein für langjährige Geschäftspartnerschaften gelegt.
Die bilateralen Beziehungen für die regionale Energiesicherheit stärken
Angesichts der zentralen Rolle der VAE als Katalysator für die regionale Energiezusammenarbeit befasste sich die Partnerschaft mit den Visionen für eine stärkere Energievernetzung zwischen Europa und der MENA-Region.
Im Zuge dessen wurden Gespräche mit maßgeblichen Stakeholdern aus Ländern des Golf-Kooperationsrates (Gulf Cooperation Council, GCC) geführt, die den Grundstein für einen vertiefenden Austausch im Rahmen des MENA-Europe Future Energy Dialogue (MEFED) legten.
Auf einen Blick
1. Was haben die Partnerschaftsaktivitäten konkret bewirkt?
Die VAE tätigten materielle Investitionen in Deutschlands Energiesektor, sagten die Weiterentwicklung von Technologien für erneuerbare Energien, wie beispielsweise Offshore-Windenergie und Batteriespeicherung, in Deutschland zu, und intensivierten den bilateralen Energiehandel durch Abnahmeverträge für Flüssigerdgas mit deutschen Partnern.
2. Welche Themenbereiche waren besonders relevant?
Die VAE positionierten sich strategisch als globalen Vorreiter im KI-Bereich und zeigen großes Interesse an Partnerschaften für modernste technologische Lösungen. Zugleich sorgt ihre Zusage, die Energieeffizienz bis 2030 zu verdoppeln, für einen zunehmenden Bedarf aller Sektoren an Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Partnerschaft unterstützte diese Prioritäten, indem sie innovativen Unternehmen Gelegenheit gab, sich vorzustellen, sie mit Fonds und Gründerzentren an einen Tisch brachte, sich mit neuen Energiethemen wie KI und Rechenzentren befasste und die Energieeffizienz in diesen neuen Wachstumsbereichen stärker in den Vordergrund rückte.
3. Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung der Aktivitäten und wie wurden sie gelöst?
Im Jahr 2025 stimmte die Energiepartnerschaft ihre Aktivitäten darauf ab, dass die VAE der künstlichen Intelligenz zunehmende Bedeutung beimisst. So wurde unter anderem ein Fünf-Gigawatt-KI-Campus angekündigt und das erste Projekt der VAE für erneuerbare Energien auf den Weg gebracht, das jeden Tag rund um die Uhr ein Gigawatt Grundlast für Rechenzentren und die digitale Infrastruktur bereitstellt.
Vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung von KI für beide Länder und der Lernmöglichkeiten, die sie für das Energiesystem bietet, hat die Partnerschaft KI als Querschnittsthema verankert. Hierzu wurde zum einen KI-orientierten Start‑ups die Teilnahme an der Startup Tech Tour nach Dubai ermöglicht. Zum anderen wurde bei Webinaren und Podiumsdiskussionen gezielt über die Bedeutung von KI für Rechenzentren und die Energiewende gesprochen, um ihre anhaltende Relevanz für die Trends und Prioritäten dieser sich stetig weiterentwickelnden Branche sicherzustellen.
4. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?
Mit Blick auf die Außenwirtschaftsförderung organisierte die Partnerschaft eine Startup Tech Tour nach Dubai, bei der deutsche Cleantech-Start‑ups mit Investoren, Gründerzentren und großen Fonds der VAE zusammentrafen. Darüber hinaus gab sie Technologieanbietern aus der Branche und dem Bauwesen sowie Rechenzentren im Rahmen von Webinaren zur Energieeffizienz eine Plattform, um ihre Lösungen vorzustellen.
Sie stärkte die Energiesicherheit durch Rundtischgespräche mit maßgeblichen Akteur*innen aus Ländern des Golf-Kooperationsrates, die sich über Visionen für ein Verbundnetz der Europäischen Union und der MENA-Region sowie entsprechende Energiehandelsabkommen austauschten.
Schließlich förderte die Partnerschaft die Dekarbonisierung, indem sie im Rahmen des bilateralen Energietages und des hochrangigen Energieforums Gelegenheit zum Austausch über Möglichkeiten und Lösungen für die Verbesserung der Netzflexibilität und die Integration der wachsenden Anteile erneuerbarer Energien gab.
5. Welche Aktivitäten sind für 2026 geplant?
Bei dem Treffen der hochrangigen Lenkungsgruppe der Deutsch-Emiratischen Energiepartnerschaft am Rande der Generalversammlung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) im Januar 2026 wurden für das laufende Jahr die Prioritäten für die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Systemintegration, Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe sowie für die regionale Energieinfrastruktur und die Verknüpfung zwischen KI und Energie festgelegt. Zu den Aktivitäten zählten Webinare, beispielsweise zur Förderung der effizienten Kühlung und zu politischen Maßnahmen für den Hochlauf strombasierter Kraftstoffe, gemeinsame Tech Tours sowie die Unterstützung junger Talente, beispielsweise im Rahmen des Programms Young Future Energy Leaders. Informationen über die einzelnen Aktivitäten werden im vierteljährlichen Newsletter bekanntgegeben.