Seit 2012

Integrierte Wertschöpfungsketten für grüne Energie fördern

  • Die Deutsch-Marokkanische Energiepartnerschaft (Partenariat énergétique Maroco-Allemand, PAREMA) stärkte die Sichtbarkeit der deutschen Energiepolitik und die künftige strategische Präsenz in Marokko im Bereich grüner Energieträger.
  • Im Bereich Wasserstoff stellte die PAREMA Kontakte zwischen Akteur*innen der deutschen Privatwirtschaft und wichtigen Stakeholdern aus Marokkos Wasserstoffwirtschaft her.
  • Die PAREMA brachte die Schaffung der regulatorischen und institutionellen Voraussetzungen für die Integration der marokkanischen und europäischen Märkte für Strom aus erneuerbaren Energien voran.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Main Text Den internationalen Dialog über grünen Wasserstoff vertiefen

Im Jahr 2025 vertiefte die PAREMA den Dialog über die Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff, der zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Marokko und seinen europäischen Partnern beitragen soll. Ein wichtiger Meilenstein war eine Begleitveranstaltung des World Hydrogen Summit in Rotterdam, bei der Stakeholder aus Marokko, den Niederlanden und Deutschland die Entwicklung von Transportkorridoren für Wasserstoff erörterten. Diese Korridore könnten eine Verbindung zwischen der marokkanischen Wasserstoffproduktion und der Nachfrage der europäischen Industrie herstellen. Der Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Infrastrukturplanung, der regulatorischen Angleichung und den Investitionsrahmen, die erforderlich sind, um einen grenzübergreifenden Wasserstoffhandel zu ermöglichen.

Die hochrangige Beteiligung beim World Power-to-X Summit in Marrakesch – einschließlich einer Videobotschaft des Parlamentarischen Staatssekretärs Stefan Rouenhoff vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – bekräftigte das deutsche Engagement für die Zusammenarbeit mit Marokko im Bereich Wasserstoff.
Um die Beziehungen zwischen den beiden Partnerländern weiter zu festigen, richtete die PAREMA einen Networking-Empfang aus, bei dem deutsche Unternehmen Kontakte zu maßgeblichen marokkanischen Stakeholdern knüpfen konnten. Diese Veranstaltung gab Gelegenheit zu einem unmittelbaren Austausch und stärkte das privatwirtschaftliche Engagement in Marokkos Wasserstoffwirtschaft.

Den Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien und die Marktintegration voranbringen

Die PAREMA förderte die Gespräche über den Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel (Sustainable Electricity Trade, SET), der darauf abzielt, den Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien zwischen Marokko und Europa zu erleichtern. Die Partnerschaft führte maßgebliche marokkanische Institutionen zusammen und erzielte damit Fortschritte in den Bereichen Herkunftsnachweise und Verbundmanagement sowie in Bezug auf die für die Umsetzung erforderlichen konkreten Schritte.

Bei einem hochrangigen Symposium an der Universität Mohammed V in Rabat wurden ergänzende Gespräche geführt, deren Schwerpunkt auf der Strommarktintegration, der Entwicklung erneuerbarer Energien und den Möglichkeiten für die Ausfuhr von grünem Strom und Wasserstoff lag. In ihrer Eröffnungsansprache wies Leila Benali, Ministerin für die Energiewende und nachhaltige Entwicklung, auf die strategische Bedeutung des Strommarktes und der Netzintegration für die Verbesserung der Energiesicherheit hin. Sie betonte, dass die Zusammenarbeit und nachhaltige Partnerschaften zwischen Europa und Marokko für die Realisierung dieser Ziele unerlässlich sind.

Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel:

Der Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel (Sustainable Electricity Trade, SET) ist eine gemeinsame Initiative Marokkos, Spaniens, Portugals, Frankreichs und Deutschlands zur Förderung und Erleichterung des Handels mit Strom aus erneuerbaren Energien zwischen diesen Ländern. Ziel ist es, durch eine verbesserte grenzübergreifende Zusammenarbeit einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens zu leisten.

Der Schwerpunkt des Strategieplans liegt insbesondere auf der Förderung des grenzübergreifenden Handels mit Strom aus erneuerbaren Energien, der Unterstützung der Integration erneuerbarer Energie in die teilnehmenden Energiemärkte und der Stärkung der Energiesicherheit. Ein wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding im Jahr 2022, mit dem die teilnehmenden Länder ihre Entschlossenheit bekräftigten, den Handel mit Strom aus nachhaltigen Energien auszuloten und voranzutreiben.

SET-Roadmap: 

Die Sustainable Electricity Trade (SET) Roadmap ist eine gemeinsame Initiative von Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland, um den Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien zwischen diesen Ländern zu fördern und zu erleichtern. Das Ziel ist es, durch eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens beizutragen. 

Die Roadmap konzentriert sich insbesondere darauf, den grenzüberschreitenden Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen, die Integration erneuerbarer Energien in die beteiligten Energiemärkte zu unterstützen und die Energiesicherheit zu stärken. Ein wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding im Jahr 2022, das die Verpflichtung der teilnehmenden Länder formalisiert, den nachhaltigen Stromhandel zu erforschen und zu fördern. 

Von Dialog zur konkreten Zusammenarbeit

Die Deutsch-Marokkanische Energiepartnerschaft ist von einer engen Zusammenarbeit geprägt. In diesem Video erfahren Sie mehr darüber, wie die Partnerschaft vorgeht, um den Dialog in eine konkrete Zusammenarbeit umzusetzen.

Video: GIZ / EP Morocco

Auf einen Blick

1. Wie haben die Aktivitäten auf die übergreifenden Zielen – Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Außenhandelsförderung – eingezahlt?

Energiesicherheit

Im Jahr 2025 leistete die PAREMA durch ihre Unterstützung des Strategieplans für nachhaltigen Stromhandel einen Beitrag zur Stärkung der Energiesicherheit. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag darauf, den strukturierten Dialog zwischen den zuständigen marokkanischen Stellen über die Voraussetzungen für künftige Ausfuhren von Strom aus erneuerbaren Energien nach Europa voranzubringen.

Zu den Schlüsselaktivitäten zählten:

  • ein Fachworkshop mit marokkanischen Stakeholdern, bei dem über Herkunftsnachweise, das Verbundmanagement und die nächsten Schritte der Umsetzung des Strategieplans für nachhaltigen Stromhandel gesprochen wurde;
  • ein hochrangiges Symposium an der Universität Mohammed V in Rabat, an dem die marokkanische Ministerin für die Energiewende und nachhaltige Entwicklung teilnahm und das die Integration des Strommarktes, die Entwicklung erneuerbarer Energien und die Perspektiven für den Export zum Gegenstand hatte.

Dekarbonisierung

  • Die PAREMA brachte eine Studie über das Elektrifizierungspotenzial industrieller Anwendungen in Marokko auf den Weg. Ziel war es, strategische und operative Empfehlungen zu formulieren sowie die industriellen Prozesse zu ermitteln, die unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit elektrifiziert werden können, und damit die Treibhausgasemissionen in der Industrie zu senken.

Außenwirtschaftsförderung

  • Die PAREMA diente als Plattform für die deutsche Privatwirtschaft in Marokko, erleichterte ihr den Marktzugang und förderte den institutionellen Dialog über die Energiewende. So organisierte sie beispielsweise am Rande des World Power-to-X Summit in Marrakesch einen fachspezifischen deutsch-marokkanischen Networking-Empfang, der Gelegenheit zu einem unmittelbaren Austausch zwischen deutschen Unternehmen und maßgeblichen marokkanischen Entscheidungsträger*innen in den Bereichen Wasserstoff und erneuerbare Energie bot.
  • Den Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel weiter umsetzen, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Kapazitätsaufbau für das Verbundmanagement und dem fachlichen Dialog mit marokkanischen Stakeholdern zur Unterstützung des künftigen Handels mit Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Das privatwirtschaftliche Engagement stärken, indem deutsche Unternehmen durch maßgeschneiderte Informationsmaterialien, Webinare und Veranstaltungen auf Geschäftsopportunitäten in Marokko aufmerksam gemacht werden. Unter anderem sind ein Besuch einer marokkanischen Delegation bei der Intersolar und eine fachspezifische bilaterale Begleitveranstaltung geplant.
  • Die Dekarbonisierung der Industrie fördern, indem anknüpfend an die Elektrifizierungsstudie ein strukturierter Stakeholder-Dialog in Marokko angestoßen wird und die ermittelten Technologien und Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit den deutschen Außenhandelskammern (AHK) deutschen Anbietern vorgestellt werden.
  • Die Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen ausloten, indem analytische und fachliche Aktivitäten in die Wege geleitet werden, um das Thema im Energiedialog zu verankern und die potenziellen Bereiche für die bilaterale Zusammenarbeit zu prüfen.

Die Energiewende voranbringen

Die Deutsch-Marokkanische Energiepartnerschaft hat in den letzten Jahren bei vielen wichtigen Themen zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit unterstützt das gemeinsame Ziel, die Energiewende voranzubringen.

Video: GIZ / EP Morocco

Der Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel

In diesem Video erfahren Sie mehr über den Strategieplan für nachhaltigen Stromhandel, den Beitrag dieser Initiative zur Förderung des Handels mit Strom aus erneuerbaren Energien zwischen den teilnehmenden Ländern und über die Arbeit der PAREMA.

Video: GIZ / EP Morocco

Kontakt

Marie Nicolaus
Head of Secretariat

Foto Marie Nicolaus
In vertrauensvoller, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem
Ministry of Energy Transition and Sustainable Development (MTEDD)

Weitere Partnerschaften in Mittlerer Osten und Nordafrika