Seit 2012

Vernetztes Wachstum: Tunesiens Revolution im Bereich erneuerbare Energien und privatwirtschaftliche Impulse

  • Tunesien ist ein zuverlässiger Partner für die Energiewende. Das Land vertieft seine strategischen Allianzen, treibt seine Regulierungsreformen voran, ist attraktiv für private Investitionen, modernisiert seine Strominfrastruktur und baut seinen grenzübergreifenden Stromhandel aus.
  • Die Deutsch-Tunesische Energiepartnerschaft arbeitet an einem integrierten Ansatz, der politischen Dialog, Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, Kapazitätsaufbau, Marktentwicklung und Netzausbau in sich vereint und eine skalierbare Grundlage für die langfristige Energiewende schafft.
  • Die langjährige, kontinuierliche Unterstützung zeitigte konkrete Ergebnisse, wie beispielsweise die Netzanbindung des ersten privatwirtschaftlichen Solarprojekts und die unabhängig organisierte und erfolgreiche Energiekonferenz „SITE 2025“.
Energiesicherheit
Dekarbonisierung
Außenwirtschaftsförderung
Tunesiens Potenzial für erneuerbare Energien

Tunesien verfügt über herausragende erneuerbare Energieträger – darunter 280 Gigawatt Photovoltaik und zehn Gigawatt Onshore-Windenergie – und stellt damit bei der globalen Energiewende einen strategischen Partner Deutschlands und Europas dar. Ein Meilenstein wurde im Dezember 2025 mit der Netzanbindung des ersten groß angelegten privatwirtschaftlichen Solarprojekts Tunesiens erreicht, einer 120-Megawatt-Anlage in Kairouan.

Um schneller Fortschritte zu erzielen, vertiefte Tunesien seine strategischen Allianzen, verbesserte den regulatorischen Rahmen, bot Anreize für private Investitionen, stärkte seine Strominfrastruktur und baute den grenzübergreifenden Stromhandel aus.

Von kontinuierlicher Unterstützung zu anhaltender Wirkung

Das Sekretariat der Energiepartnerschaft unterstützte die Branche durch eine Kombination aus politischem Dialog, Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, Kapazitätsaufbau, Marktentwicklung und Netzausbau.

  • Politische Allianzen konsolidieren: Hochrangige bilaterale politische Dialoge zwischen Tunesien und Deutschland verstärkten die Zusammenarbeit bei der Energiepolitik, der Versorgungssicherheit und den regulatorischen Rahmenbedingungen.
  • Die Privatwirtschaft mobilisieren: Im Rahmen von Business-to-Business- und Business-to-Government-Formaten (B2B bzw. B2G) erhielten mehr als 20 deutsche Unternehmen Gelegenheit, die Möglichkeiten für den Markteintritt und die Zusammenarbeit in Tunesien zu eruieren.
  • Energieexpertise austauschen: Mehr als 15 deutsche Industrieunternehmen erhielten gezielte Schulungen zu den Themen Finanzierung, Auftragsvergabe, technische Rahmenbedingungen und Rechtsrahmen. Darüber hinaus nahmen mehr als 20 tunesische Fachkräfte an vertiefenden Modulen zu Stromabnahmeverträgen und Technologien für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung teil. Damit wurden die technischen und operativen Kapazitäten verbessert und weiterführende Machbarkeitsstudien angestoßen.
  • Die lokale Marktentwicklung fördern: Die kontinuierliche Unterstützung des tunesischen Solarwirtschaftsverbands seit 2015 trug zum Erreichen der Marktreife bei. Deutlich wurde dies bei der unabhängig organisierten und erfolgreichen Energiekonferenz „SITE 2025“.
  • Die Netzinfrastruktur stärken: Durch kontinuierliche politische Beratung, Peer-to-Peer-Austausche und vertiefende Netzstudien verbesserte die Partnerschaft die technischen, vertraglichen und regulatorischen Rahmen für die Netzanbindung. Diese Bemühungen trugen dazu bei, wichtige Engpässe zu beheben und kritische Vorgaben zu klären.
Höhepunkt des Jahres 2025: der elfte Deutsch-Tunesische Energietag

Der elfte Deutsch-Tunesische Energietag war das Ergebnis eines gemeinsamen Dialogs zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem tunesischen Ministerium für Industrie, Bergbau und Energie (Ministry of Industry, Mines and Energy, MIME) in Partnerschaft mit der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer (AHK Tunesien). Im Rahmen des Energietags boten hochrangige Treffen mit Staatssekretär Ouael Chouchene (MIME) und Ministerialdirigentin Dr. Dorothea Schütz (BMWE) deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Interessen in Tunesien zu erläutern und Möglichkeiten für den Austausch auf Unternehmensebene zu eruieren. Die Konferenz machte deutlich, dass beide Länder entschlossen sind, ihre Partnerschaft zu vertiefen, insbesondere indem sie sich bemühen, die Investitionen zu steigern, die Energieversorgung sicherzustellen und die Umwelt zu schützen. Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen die Bodenreformen beschleunigt, die Verwaltungsverfahren vereinfacht, die Investitionsbedingungen verbessert und Dienstleistungen digitalisiert werden.

  • PPA: Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement)

  • HVDC: Hochspannungs-Gleichstromübertragung (High Voltage Direct Current) – eine Technologie, die es ermöglicht, Strom über große Distanzen zu übertragen, und den grenz-/regionenübergreifenden Stromhandel erleichtert.

  • SITE: Salon International de la Transition Energétique

Rückblick auf das Jahr 2025

Das Jahr 2025 war von einem lebendigen Austausch zwischen Tunesien und Deutschland geprägt. In diesem Video erfahren Sie mehr über die Höhepunkte der Deutsch-Tunesischen Energiepartnerschaft. 

Das Jahr in Bildern

Kontakt

Anne Persicke
Sekretariatsleiterin der Deutsch-Tunesischen- Energiepartnerschaft
In vertrauensvoller, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem
Tunisian Ministry of Industry, Mines and Energy (MIME)

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